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	<title>Prosa &#8211; Langemarck</title>
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		<title>Woher der Name Langemarck kommt</title>
		<link>https://langemarck.net/woher-der-name-langemarck-kommt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 1929 20:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
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					<description><![CDATA[1914 stand im deutschen Heeresbericht: Kriegsfreiwilligenregimenter stürmten mit prachtvollem Schwung unter Gesang von &#8222;Deutschland, Deutschland über alles&#8220; (bei Ypern bzw. Langemarck) &#8211; Man kann sagen, bis heute leben die Völkischen von diese Tatsache. Aber schon damals hatte ich meine Zweifel. Wenn man mal so einen Sturm mitgemacht hat, und da soll man sich vorstellen, daß ... <a title="Woher der Name Langemarck kommt" class="read-more" href="https://langemarck.net/woher-der-name-langemarck-kommt/" aria-label="Mehr Informationen über Woher der Name Langemarck kommt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1914 stand im deutschen Heeresbericht: Kriegsfreiwilligenregimenter st&uuml;rmten mit prachtvollem Schwung unter Gesang von &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; (bei <a href="https://langemarck.net/lexikon/ypern/" target="_self" title="Die Stadt Ypern (deutsche Schreibweise) hat eine fl&auml;mische (Ieper) und eine franz&ouml;sische ( Ypres ) Bezeichnung." class="encyclopedia">Ypern</a> bzw. <a href="https://langemarck.net/lexikon/langemarck/" target="_self" title='&nbsp;Langemarck hei&szlig;t eigentlich Langemark , das c scheint-eingef&uuml;gt worden zu sein, weil der Name dann neben verschiedenen deutschen "marcks" ( Bismarck , K&ouml;nigsmarck ) sozusagen gleichberechtigt bestehen kann. Allerdings schreiben auch die Engl&auml;nder gern Langemarck , obwohl der Ort selbst (z. B. auf den an den Ortseing&auml;ngen aufgestellten Namens-schildern) ohne c auskommt. ( Karl Unruh S. 199 )' class="encyclopedia">Langemarck</a>) &ndash; Man kann sagen, bis heute leben die V&ouml;lkischen von diese Tatsache. Aber schon damals hatte ich meine Zweifel. Wenn man mal so einen Sturm mitgemacht hat, und da soll man sich vorstellen, da&szlig; die gesungen haben? Wie denn gesungen? W&auml;hrend sie vorrannten gegen ratternde Maschinengewehre? Au&szlig;er Atem singen? Oder w&auml;hrend sie auf dem Bauch liegen und sch&ouml;ssen, mit dem Gef&uuml;hl: wenn ich dich nicht totschie&szlig;e, schie&szlig;t du mich tot!</p>
<p>Ich habe es ja erlebt, da&szlig; einer w&auml;hrend eines Sturmes Veilchen gepfl&uuml;ckt hat, &ndash; n&auml;mlich als die vorderste franz&ouml;sische Linie &uuml;berrannt war und sich gerade kein Gegner zeigte. Aber da&szlig; einer vaterl&auml;ndische Gef&uuml;hle gehabt h&auml;tte w&auml;hrend eines Sturmes, wo einem so viel greifbare Dinge vor Augen kommen, &ndash; und vor allem w&auml;hrend eines mi&szlig;gl&uuml;ckten Sturmes zu singen? Nein, das ist L&uuml;ge, ist eine blo&szlig;e Phrase, und eine verflucht blutige! Zuf&auml;llig habe ich sp&auml;ter erfahren, wie es mit dem Gesang war.</p>
<p>Man hatte uns als Reserve vorgezogen. Rechts vor uns krachte es. Aus einem Graben schossen sie. Die Granaten lie&szlig;en Dreck auffliegen. Neben mir beobachtete einer. &bdquo;Hunde!&ldquo; knurrte er. &bdquo;Was meinst du?&ldquo; &bdquo;Wir sind Hunde, da&szlig; wir uns das immer wieder gefallen lassen! Warum laufen wir nicht fort, hinter? M&ouml;gen doch mal die Offiziere die Stellung halten!&ldquo; &bdquo;Nicht so laut!&ldquo; sagte ich. Er sah mich ver&auml;chtlich an:&ldquo;Ja, so seid ihr alle! Ich allein kann nat&uuml;rlich auch nichts machen! Und der Krieg geht immer noch weiter! Alle habt ihr es satt und wollt nach Hause, aber nichts tut ihr!&ldquo; Wir beobachteten wieder stumm die Anschl&auml;ge.</p>
<p><strong>Ich war dabei</strong></p>
<p>&bdquo;Du mu&szlig;t das verstehen&ldquo;, sagte er nach einer Weile. &bdquo;Ich war bei einem der Freiwilligenregimenter, die 1914 unter Gesang gest&uuml;rmt haben sollen. Das zu verbreiten war nicht gef&auml;hrlich, denn es sind nicht viel zur&uuml;ckgekommen, die die Wahrheit h&auml;tten sagen k&ouml;nnen. Selbst war ich ja nicht Kriegsfreiwilliger. Ich war auch &auml;lter und begriff etwas mehr als diese unerfahrenen Jungen. Die kamen ja meistens gerade von der Schule. Da hatte man ihnen die gro&szlig;e Hurrabegeisterung beigebracht. Vorgehalten hat sie gew&ouml;hnlich nicht. &ndash;</p>
<p>Wir fuhren mit einem Transportzug hinaus nach Flandern. Auf der letzten Station, da h&ouml;rten wir so was brummen, und auf dem Bahnhof liegen die Soldaten herum als ob sie alle Stacheln im Arsch h&auml;tten. Das gefiel mir schon nicht. _ Wir fuhren weiter, so ein, zwei Stunden. Pl&ouml;tzlich ein w&uuml;ster Krach ganz nah. Wir ans Fenster. Neben dem Zug auf dem Felde steht so eine schwarze Wolke, rund und ziemlich hoch. &ndash; Ramms! Wieder steht so &acute;ne Wolke da. Zug bremst. Die R&auml;der quietschen.</p>
<p>&bdquo;Alles heraus! Ausschw&auml;rmen!&ldquo; br&uuml;llt ein Offizier. Wir das Gepack am Riemen genommen. Einem fiel dabei die Stiefelb&uuml;rste aus dem Tornister: den hatte er in der Eile nicht zugeschnallt. Wie er sich b&uuml;ckt und die B&uuml;rste in die Tasche stecken will, erwischt&acute;s ihn. Was er f&uuml;r &acute;ne Verwundung gehanbt hat, wei&szlig; ich nicht. Der Krankentr&auml;ger Lehmann hat mir sp&auml;ter erz&auml;hlt, da&szlig; er ein paar Tage lang phantasiert hat und immer die B&uuml;rste in seine Tasche hat stecken wollen.</p>
<p>Am Nachmittag wurden wir dann eingesetzt. So, wei&szlig;t du, in der gew&ouml;hnlichen Art: Sturm, in dieser Richtung, los! Wir haben nicht gewu&szlig;t, wer uns gegen&uuml;berlag und wo wir sind. Und gesehen haben wir nur leere Felder. Da haben wir uns hingeschmissen und haben haben geschossen, wie wir das so gelernt hatten: geradeaus! Vielleicht trifft&acute;s einen. &ndash; Bis dahin hatte unsre Artillerie keinen Schu&szlig; abgegeben. Jetzt kam es von hinten vorgezischt und schl&auml;gt mit zwei Granaten dicht vor unsere Linie. Ich denke mir, jetzt werden sie das Feuer vorverlegen. Da kommen die n&auml;chsten Sch&uuml;sse; dicht hinter die Linie. Verflucht! denke ich. Und gut haben sie geschossen! &raquo;He, Sie!&ldquo; h&ouml;re ich jemand br&uuml;llen. &bdquo;Hinterrennen zur Artillerie! Sie schie&szlig;t auf uns!&ldquo;</p>
<p>&Uuml;ber den weichen Acker stolpert einer in Todesangst hinter. Schu&szlig; auf Schu&szlig; setzte unsere Artillerie in unsere Sch&uuml;tzenlinie. &bdquo;Spielmann!&ldquo; br&uuml;llt die Stimme wieder. &bdquo;Ist kein Spielmann da? Blasen! Da&szlig; sie merken, da&szlig; wir&acute;s sind!&ldquo; Ein paar T&ouml;ne stockerten aus dem H&ouml;rn. Von vorn zirpten die feindlichen Kugeln. Von hinten stampfte unsere Artillerie. &bdquo;Singt!&ldquo; br&uuml;llt die Stimme &bdquo;Singt Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles!&ldquo; Zwei, drei Stimmen sangen d&uuml;nn. Dann wurden es mehr. Wir sangen doch um unser Leben! Aber wir lagen auf dem Bauch und &ndash; Fatsch-bumm! schlugen die Granaten ein. Da ging uns immer der Atem aus, wenn&acute;s einschlug. Gebr&uuml;llt habe ich was ich konnte. Aber unsere Artillerie hatte nichts davon geh&ouml;rt. Die scho&szlig; und scho&szlig;. Die Verwundeten wimmerten. Da und dort tauchte der Gesang wieder auf, immer hoffnungsloser: Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles. &ndash;</p>
<p>Seitdem habe ich das nie mehr mitgesungen! &mdash; und ein paar Tage sp&auml;ter, &ndash; wir waren nur noch so wenig, da&szlig; unsere ganze Kompanie in einer Bauernstube lag, &ndash; da bringt einer einen Heeresbericht und liest vor: &bdquo;Mit prachtvollem Schwung st&uuml;rmten deutsche Freiwilligenregimenter unter dem Gesang von &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles!&ldquo; &ndash; Wir haben ihn angesehen und haben es nicht geglaubt. Wir sind sogar w&uuml;tend auf ihn gewesen. Bis wir es selbst gelesen haben. Keiner hat mehr davon gesprochen damals. Aber das hat in uns weitergefressen!&ldquo;</p>
<p>Ludwig Renn , in: Kurt Kl&auml;ber: Der Krieg . Das erste Volksbuch vom gro&szlig;en Krieg , Berlin 1929 &ndash;<br>
Ludwig Renn, 22.4. 1889 wird als Arnold Friedrich Vieth von Gol&szlig;enau in Dresden als Sohn eines Mathematikprofessors und Erziehers am Dresdner Hof geboren, im ersten Weltkrieg war er Kompanie- und Bataillonsf&uuml;hrer, sp&auml;ter dann Schriftsteller , erst Sozialdemokrat und noch sp&auml;ter Kommunist. Von Kurt Kl&auml;ber stammt das ber&uuml;hmte Jugendbuch: Die rote Zora und ihre Bande.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Langemarck: Was wirklich geschah</title>
		<link>https://langemarck.net/langemarck-was-wirklich-geschah/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 1929 20:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Nachmittag wurden wir dann eingesetzt. So, weißt du, in der gewöhnlichen Art: Sturm, in dieser Richtung, los! Wir haben nicht gewußt, wer uns gegenüberlag und wo wir sind. Und gesehen haben wir nur leere Felder. Da haben wir uns hingeschmissen und haben geschossen, wie wir das so gelernt hatten: geradeaus! Vielleicht trifft´s einen. &#8211; ... <a title="Langemarck: Was wirklich geschah" class="read-more" href="https://langemarck.net/langemarck-was-wirklich-geschah/" aria-label="Mehr Informationen über Langemarck: Was wirklich geschah">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Nachmittag wurden wir dann eingesetzt. So, wei&szlig;t du, in der gew&ouml;hnlichen Art: Sturm, in dieser Richtung, los! Wir haben nicht gewu&szlig;t, wer uns gegen&uuml;berlag und wo wir sind. Und gesehen haben wir nur leere Felder. Da haben wir uns hingeschmissen und haben geschossen, wie wir das so gelernt hatten: geradeaus! Vielleicht trifft&acute;s einen. &ndash; Bis dahin hatte unsre Artillerie keinen Schu&szlig; abgegeben. Jetzt kam es von hinten vorgezischt und schl&auml;gt mit zwei Granaten dicht vor unsere Linie. Ich denke mir, jetzt werden sie das Feuer vorverlegen. Da kommen die n&auml;chsten Sch&uuml;sse; dicht hinter die Linie. Verflucht! denke ich. Und gut haben sie geschossen! &raquo;He, Sie!&ldquo; h&ouml;re ich jemand br&uuml;llen. &bdquo;Hinterrennen zur Artillerie! Sie schie&szlig;t auf uns!&ldquo;</p>
<p>&Uuml;ber den weichen Acker stolpert einer in Todesangst hinter. Schu&szlig; auf Schu&szlig; setzte unsere Artillerie in unsere Sch&uuml;tzenlinie. &bdquo;Spielmann!&ldquo; br&uuml;llt die Stimme wieder. &bdquo;Ist kein Spielmann da? Blasen! Da&szlig; sie merken, da&szlig; wir&acute;s sind!&ldquo; Ein paar T&ouml;ne stockerten aus dem H&ouml;rn. Von vorn zirpten die feindlichen Kugeln. Von hinten stampfte unsere Artillerie. &bdquo;Singt!&ldquo; br&uuml;llt die Stimme &bdquo;Singt Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles!&ldquo; Zwei, drei Stimmen sangen d&uuml;nn. Dann wurden es mehr. Wir sangen doch um unser Leben! Aber wir lagen auf dem Bauch und &ndash; Fatsch-bumm! schlugen die Granaten ein. Da ging uns immer der Atem aus, wenn&acute;s einschlug. Gebr&uuml;llt habe ich was ich konnte. Aber unsere Artillerie hatte nichts davon geh&ouml;rt. Die scho&szlig; und scho&szlig;. Die Verwundeten wimmerten. Da und dort tauchte der Gesang wieder auf, immer hoffnungsloser: Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles. &ndash;</p>
<p>Seitdem habe ich das nie mehr mitgesungen! &mdash; und ein paar Tage sp&auml;ter, &ndash; wir waren nur noch so wenig, da&szlig; unsere ganze Kompanie in einer Bauernstube lag, &ndash; da bringt einer einen Heeresbericht und liest vor: &bdquo;Mit prachtvollem Schwung st&uuml;rmten deutsche Freiwilligenregimenter unter dem Gesang von &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles!&ldquo; &ndash; Wir haben ihn angesehen und haben es nicht geglaubt. Wir sind sogar w&uuml;tend auf ihn gewesen. Bis wir es selbst gelesen haben. Keiner hat mehr davon gesprochen damals. Aber das hat in uns weitergefressen!&ldquo;</p>
<p>Ludwig Renn , in: Kurt Kl&auml;ber: Der Krieg . Das erste Volksbuch vom gro&szlig;en Krieg , Berlin 1929</p>
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		<item>
		<title>Rausch Suff und Katzenjammer</title>
		<link>https://langemarck.net/rausch-suff-und-katzenjammer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 1920 23:42:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Was der General Ilse, &#34;der Kinderm&#246;rder von Ypern&#34;, bei Langemarck in den Tod jagte, waren gutgl&#228;ubige, frische deutsche Jungen, die, fanatisiert, nicht wu&#223;ten, f&#252;r welch eine schlechte Sache sie rufend und singend in den Tod gingen. Der Sohn Heinrich Brauns, Otto Braun, ist so ein Beispiel davon. Der Rest war f&#252;rchterlich. ( Kurt Tucholsky) Eine ... <a title="Rausch Suff und Katzenjammer" class="read-more" href="https://langemarck.net/rausch-suff-und-katzenjammer/" aria-label="Mehr Informationen über Rausch Suff und Katzenjammer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was der General Ilse, "der Kinderm&ouml;rder von <a href="https://langemarck.net/lexikon/ypern/" target="_self" title="Die Stadt Ypern (deutsche Schreibweise) hat eine fl&auml;mische (Ieper) und eine franz&ouml;sische ( Ypres ) Bezeichnung." class="encyclopedia">Ypern</a>", bei <a href="https://langemarck.net/lexikon/langemarck/" target="_self" title='&nbsp;Langemarck hei&szlig;t eigentlich Langemark , das c scheint-eingef&uuml;gt worden zu sein, weil der Name dann neben verschiedenen deutschen "marcks" ( Bismarck , K&ouml;nigsmarck ) sozusagen gleichberechtigt bestehen kann. Allerdings schreiben auch die Engl&auml;nder gern Langemarck , obwohl der Ort selbst (z. B. auf den an den Ortseing&auml;ngen aufgestellten Namens-schildern) ohne c auskommt. ( Karl Unruh S. 199 )' class="encyclopedia">Langemarck</a> in den Tod jagte, waren gutgl&auml;ubige, frische deutsche Jungen, die, fanatisiert, nicht wu&szlig;ten, f&uuml;r welch eine schlechte Sache sie rufend und singend in den Tod gingen. Der Sohn Heinrich Brauns, Otto Braun, ist so ein Beispiel davon. Der Rest war f&uuml;rchterlich. ( Kurt Tucholsky)</p>
<p align="justify">Eine Woge von Betrunkenheit raste vor sechs Jahren &uuml;ber dieses Land, durch die B&uuml;rostuben, die Kasernenh&ouml;fe, die Rinnsteine, durch &ouml;ffentliche H&auml;user, B&ouml;rsens&auml;le, Schulklassen und Redaktionszimmer. Niemand mag heute daran zur&uuml;ckdenken. Wenn man am 1. August dieses Jahres die b&uuml;rgerliche Presse las, so f&uuml;hlte man sich gen&ouml;tigt (mit einer einzigen Ausnahme: der &rsaquo;Berliner Volkszeitung&lsaquo;), den Herren Redakteuren je ein Eisenkreuzchen aus Blech zum Andenken an die gro&szlig;e Zeit zu schenken. Sie haben sie alle vergessen. Man mu&szlig; aber an sie zur&uuml;ckdenken.</p>
<p align="justify">Zehn Tage vor Er&ouml;ffnung der gro&szlig;en Zeit, so um den 20. Juli herum, ahnte noch kein Mensch, da&szlig; Deutschland vom lieben Gott ausersehen sei, den V&ouml;lkern der Erde ein leuchtendes Beispiel zu werden f&uuml;r und f&uuml;r, Amen. Die B&uuml;rger lagen im Seesand am Meer oder krabbelten auf den Bergen umher, der Arbeiter schuftete oder bego&szlig; seine Laubenkolonie, die B&ouml;rse machte in gewohnter Ruhe ihre Gesch&auml;fte &ndash; alles war still. Und nur eine ganz kleine Schar von Menschen in Europa wu&szlig;te, da&szlig; dieser ganze Kontinent eine Minute vor dem Untergang stand, und da&szlig; zwei Zeiten anbrechen w&uuml;rden: eine kleine f&uuml;r die Proletarier und eine gro&szlig;e f&uuml;r die Verdiener.</p>
<p align="justify">Der seit langem gesch&uuml;rte Milit&auml;rwahnsinn des Keimschen Flottenvereins und der zahllosen milit&auml;rischen Gruppen und Gr&uuml;ppchen, die sich bis in die Schulen hinein erstreckten, trug seine Fr&uuml;chte: der Mob stand auf, der Sturm brach los, der Wilhelm winkte und alle, alle kamen. Kamen, um zu verdienen, um bef&ouml;rdert zu werden, um eine Rolle zu spielen . . . und kamen aber auch, im Suff ihres Patriotismus, w&auml;hrend der allerersten Wochen &ndash; das mu&szlig; gesagt werden &ndash;: um zu sterben.</p>
<p align="justify">Was der General Ilse, &rsaquo;der Kinderm&ouml;rder von Ypern&lsaquo;, bei Langemarck in den Tod jagte, waren gutgl&auml;ubige, frische deutsche Jungen, die, fanatisiert, nicht wu&szlig;ten, f&uuml;r welch eine schlechte Sache sie rufend und singend in den Tod gingen. Der Sohn Heinrich Brauns, Otto Braun, ist so ein Beispiel davon. Der Rest war f&uuml;rchterlich.</p>
<p align="justify">Ich kannte aus dem Frieden den Sohn eines Generals von Werder, der so dumm war, da&szlig; ihm auf Betreiben des Vaters das Einj&auml;hrige ohne Pr&uuml;fung geschenkt wurde. Ich sehe den Jungen noch wie heute in einem Auto den Kurf&uuml;rstendamm herunterfahren: in voller Kriegsbemalung, auf ein gro&szlig;es Schlachtschwert gest&uuml;tzt, strahlend, eitel und in der ganzen Gloriole seiner k&ouml;niglich preu&szlig;ischen D&auml;mlichkeit. Er war ein Sinnbild seiner Epoche.</p>
<p align="justify">Denn was so unbeschreiblich an diesen ersten Wochen war, erkannten damals nur wenige und weil heute die Zeit des Rausches fast vergessen ist, wissens auch heute nicht allzuviele: das Schlimme in Deutschland war das v&ouml;llige Fehlen jeder Ethik. F&uuml;r alles, aber auch f&uuml;r alles, auch noch f&uuml;r die letzten Schweinereien war der Rock des Kaisers und das Wort &rsaquo;dienstlich&lsaquo; eine Deckung. Mi&szlig;brauch von Gefangenen zu Kriegsarbeiten in der Feuerzone, Unterschlagung, Verf&uuml;hrung von M&auml;dchen, Mord an Zivilisten, die man zu diesem Behufe Franktireurs getauft hatte, ekelhafteste Schl&auml;chterei der Verwundeten &ndash; dies alles und noch viel mehr vollzog sich unter dem fast einm&uuml;tigen Gesang von &rsaquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&lsaquo;, und unter den brausenden Akkorden des Liedes versanken Europa, Menschlichkeit, Charakter und Christentum.</p>
<p align="justify">Der gro&szlig;e und zum Gl&uuml;ck erfolglose Bittgottesdienst, den Wilhelm, kniend inmitten seiner Truppen, auf dem Schlo&szlig;platz zelebrierte, war f&uuml;r ihn durchaus keine Kom&ouml;die. Er glaubte daran, wie er an die Pickelhaube und damit an sich selbst glaubte. Es gab eine Kommi&szlig;fr&ouml;mmigkeit, von der vor allem die Pfaffen befallen wurden, und obgleich nach unserem guten alten Dogma Religion Privatsache ist, mu&szlig; doch gesagt werden, da&szlig; es kaum etwas Widerw&auml;rtigeres gab, als die ma&szlig;lose Dummheit (zur Verlogenheit langte es kaum), mit der die Priester aller drei Konfessionen ihre Bibeln so lange drehten und wendeten, bis unten der Spruch herausfiel: &raquo;Du sollst t&ouml;ten&laquo;.</p>
<p align="justify">Man log sich gegenseitig einen Landsknechtkrieg vor, indes hinten die gerissenen Kapitalisten bei den schneidigen, aber dummen Milit&auml;rs in Lederlieferungen und Pferden mogelten und gaunerten. Man tat so, als sei der ganze Krieg von Joseph von Lauft oder von Ganghofer:&nbsp; frumb und mit der Kartaun ger&uuml;stet zog ein F&auml;hnlein Landsknecht mutig und mit frischen deutschen Liedlein ins Feld, nicht wahr? Und die operettenhaften Arrangeure eines blutigen Karnevals wollten nicht sehen, da&szlig; geknechtete und ohnm&auml;chtige Proletarier und Kleinb&uuml;rger zitternd, klagend oder stumpf in der Massensuggestion befangen vor die Maschinengewehre torkelten. Der Kaiser spielte: historisches Ausstattungsst&uuml;ck. Die Wirklichkeit spielte: Tobsuchtsanfall Europas bis zum Wei&szlig;bluten.</p>
<p align="justify">Aber was wu&szlig;te Berlin, was wu&szlig;te Deutschland damals davon? Vorl&auml;ufig zogen die Abonnenten des &rsaquo;Berliner Lokalanzeigers&lsaquo; (und leider auch andere) von Caf&eacute; zu Caf&eacute;, verlangten mit Stentorstimme mutig, tapfer und deutsch die Entfernung des welschen Akzents, der Feldwebel auf dem Bezirkskommando sagte nicht mehr Adieu, sondern auf Wiedersehen, und es zeigte sich nach kurzer Zeit, da&szlig; man alle Gemeinheiten auch ganz gut ohne Fremdworte in seiner Muttersprache aus&uuml;ben konnte. Es war wirklich eine gro&szlig;e Zeit.</p>
<p align="justify">Eine Pressemache bis zur Marneschlacht war gar nicht n&ouml;tig. So tobs&uuml;chtig und milit&auml;rfromm benahmen sich sp&auml;terhin die reklamiertesten Redakteure nicht, wie das Schreibervolk zu Kriegsbeginn. Wenn ihr nur zur&uuml;ckbl&auml;ttern wolltet! Hat sich denn die Presse seitdem gewandelt? Wie k&ouml;nnt ihr einer Gilde Vertrauen schenken, die solch einen Bockmist prophezeit, zusammengestellt und aufgeschrieben hat? Kaum an irgend einer Stelle haben die Redakteure und Zeitungsleser gewechselt (gefallen sind von den Kriegsbegeisterten nur wenige; man war reklamiert), und heute noch prangen dieselben Namen an denselben Stellen, wo im Jahre 1914 unwiderleglich bewiesen wurde, da&szlig; es mit England nun aber endg&uuml;ltig zu Ende ginge. Es war wirklich eine Gro&szlig;e Zeit!</p>
<p align="justify">Sch&auml;men sich die Deutschen der Erinnerung? Sch&auml;men nicht! Sie denken nur nicht daran, weil man ja unangenehme Lagen seines Lebens leichter zu vergessen geneigt ist, als die sch&ouml;nen Tage. Sie sch&auml;men sich nicht. Die braven Kriegervereinler denken nur nicht immer an die Zeit, wo sie &ndash; es war im September 1914 &ndash; Balkonpl&auml;tze f&uuml;r den Einzug Kaiser Wilhelms des Zweiten Unter den Linden durch Zeitungsinserat suchten und ausboten . . .</p>
<p align="justify">Lehre? &ndash; Nie wieder Krieg. Mittel? &ndash; Den Heeresdienst auch dann zu verweigern, wenn ihn ein Gesetz vorschreibt. Beginn des Kampfes gegen den Kampf? &ndash; Heute.</p>
<p align="justify">Der Mann mit den schwarz-wei&szlig;-roten Anzeichen, mit der schwarzwei&szlig;-roten Binde um den Arm hatte unter heftigem Gejohle so viel Schnaps aus der schwarz-wei&szlig;-roten Flasche zu sich genommen, da&szlig; er endlich, leise glucksend, umsank. Da lag er im Rinnstein und schnarchte, beschmutzt, bespritzt &ndash; die Hunde schnupperten an ihm herum und hoben ein Bein &ndash; da lag er, der Preu&szlig;e, in allen Gassen, da lag er. Und als er aufwachte und sich schwankend erhob, stie&szlig; er tief auf, zog die Luft ein, ri&szlig; die verklebten &Auml;uglein auf und murmelte: &raquo;Es war &ndash; hup &ndash; eine Gro&szlig;e Zeit!&laquo;</p>
<p align="justify">Wir andern aber wollen uns ihrer erinnern, den Burschen nicht vergessen und sorgsam darauf achten, da&szlig; beide nicht wiederkommen.</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p>Ignaz Wrobel ( = Kurt Tucholsky) ,&nbsp; Freiheit, 03.08.1920.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sieg über eine Welt von Gegnern</title>
		<link>https://langemarck.net/sieg-ueber-eine-welt-von-gegnern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 1916 23:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Prosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Wille zur Einigkeit, einst Traum der Dichter, ist in den Augusttagen 1914 mit der Unwiderstehlichkeit einer Naturgewalt hereingebrochen. Wesen und Wert des Deutschtums sind heute erkannt wie noch nie. In viel weiterem Umfange und tieferen Sinne empfinden wir heute daher den Inhalt des Liedes &#8222;Deutschland &#252;ber alles.&#8220; Es war im August 1914 das Weihelied ... <a title="Sieg über eine Welt von Gegnern" class="read-more" href="https://langemarck.net/sieg-ueber-eine-welt-von-gegnern/" aria-label="Mehr Informationen über Sieg über eine Welt von Gegnern">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Der Wille zur Einigkeit, einst Traum der Dichter, ist in den Augusttagen 1914 mit der Unwiderstehlichkeit einer Naturgewalt hereingebrochen. Wesen und Wert des Deutschtums sind heute erkannt wie noch nie. In viel weiterem Umfange und tieferen Sinne empfinden wir heute daher den Inhalt des Liedes &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles.&ldquo; Es war im August 1914 das Weihelied der tausende, die dem deutschen Volke und Vaterlande vor dem Berliner Bismarksdenkmale fromm huldigten, war der Schlachtgesang unserer todesmutigen Jungmannschaft bei <a href="https://langemarck.net/lexikon/langemarck/" target="_self" title='&nbsp;Langemarck hei&szlig;t eigentlich Langemark , das c scheint-eingef&uuml;gt worden zu sein, weil der Name dann neben verschiedenen deutschen "marcks" ( Bismarck , K&ouml;nigsmarck ) sozusagen gleichberechtigt bestehen kann. Allerdings schreiben auch die Engl&auml;nder gern Langemarck , obwohl der Ort selbst (z. B. auf den an den Ortseing&auml;ngen aufgestellten Namens-schildern) ohne c auskommt. ( Karl Unruh S. 199 )' class="encyclopedia">Langemarck</a>. Durch den heurigen Krieg ist dieses Lied der Deutschen zum vaterl&auml;ndischen Hochgesang unserer Feldgrauen daru&szlig;en und der im B&uuml;rgerkleide heimgebliebenen, ist das gl&auml;ubige Bekenntnis zum Deutschtum geworden. Es geh&ouml;rt zu den unw&auml;gbaren Kr&auml;ften, die heute und immer in unserem Volke wirken, die ihm jene Begeisterung sichern, welche den Sieg &uuml;ber eine Welt von Gegnern verspricht.</p>
<p align="justify">Der vollst&auml;ndige Text von Heinrich Gerstenberg (1864-1938) lautet in dem Essay " Deutschland &uuml;ber alles " von 1916: &bdquo; Nach dem Tiefstande, zu dem der drei&szlig;igj&auml;hrige Krieg unser Volk hinabgedr&uuml;ckt hatte, mu&szlig;te es erst eine geistige Wiedergeburt erleben und seine nationalen Kr&auml;fte, die leiblichen, geistigen und sittlichen , sammeln und in harten K&auml;mpfen st&auml;hlen, ehe ihm der Weltkrieg von heute m&ouml;glich war. Was, scheinbar klein, hinter uns liegt, sind notwendige Vorstufen des deutschen Aufstiegs, der sich heute dem Gipfel n&auml;hert. Knospen und Bl&uuml;ten von einst reifen heute zur Frucht. Und der Geist unserer gro&szlig;en Erzieher, unserer Dichter, Denker und Forscher, unserer Staatsm&auml;nner, Heerbildner und Volksm&auml;nner, wirkt un-geschw&auml;cht, ja gesteigert in uns fort. Schiller und Fichte, Arndt und Jahn stehen uns n&auml;her als ihrer Zeit. Scharnhorst&acute;s Gedanke der allgemeinen Wehrpflicht ist noch nie so vollst&auml;ndig wie heute durchgef&uuml;hrt. </p>
<p align="justify">Der Wille zur Einigkeit, einst Traum der Dichter, ist in den Augusttagen 1914 mit der Unwiderstehlichkeit einer Naturgewalt hereingebrochen. Wesen und Wert des Deutschtums sind heute erkannt wie noch nie. In viel weiterem Umfange und tieferen Sinne empfinden wir heute daher den Inhalt des Liedes &bdquo;Deutschland &uuml;ber alles.&ldquo; Es war im August 1914 das Weihelied der tausende, die dem deutschen Volke und Vaterlande vor dem Berliner Bismarksdenkmale fromm huldigten, war der Schlachtgesang unserer todesmutigen Jungmannschaft bei Langemarck. Durch den heurigen Krieg ist dieses Lied der Deutschen zum vaterl&auml;ndischen Hochgesang unserer Feldgrauen daru&szlig;en und der im B&uuml;rgerkleide heimgebliebenen, ist das gl&auml;ubige Bekenntnis zum Deutschtum geworden. Es geh&ouml;rt zu den unw&auml;gbaren Kr&auml;ften, die heute und immer in unserem Volke wirken, die ihm jene Begeisterung sichern, welche den Sieg &uuml;ber eine Welt von Gegnern verspricht. Daher steht sein S&auml;nger, Hoffmann von Fallersleben, der heutigen Zeit n&auml;her als vergangenen Geschlechtern, die ihn noch unter sich haben wandeln sehen.&ldquo; (Gerstenberg, 1916)</p>
<p align="justify">Dies war das geistige Umfeld, in dem Hoffmanns &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; erstmals wirklich popul&auml;r wurde. Und gleichzeitig war es damit das Haupterbe, das Deutschland von den 48ern &uuml;bernommen hatte. Und das ist das eigentlich Traurige daran. </p>
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		<title>Bluttaufe des Deutschlandliedes</title>
		<link>https://langemarck.net/bluttaufe-des-deutschlandliedes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Webmaster Fasia Film]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 1916 23:39:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Deutschland &#252;ber alles mit seinen m&#228;chtigen Trompetenst&#246;&#223;en kann doch kaum jemand h&#246;ren, ohne einzustimmen; man l&#228;uft mit wie bei den marschierenden Soldaten, man schlie&#223;t sich an, und unsichtbar marschiert der liederreiche H&#252;ne mit dem Patriarchenbarte voran&#8230;.Seine Bluttaufe aber hat&#160;das Lied&#160;im November des Jahres 1914 erhalten, als der Kriegsbericht der deutschen Heeresleitung stolz verk&#252;ndete: &#8222;Westlich Langemarck ... <a title="Bluttaufe des Deutschlandliedes" class="read-more" href="https://langemarck.net/bluttaufe-des-deutschlandliedes/" aria-label="Mehr Informationen über Bluttaufe des Deutschlandliedes">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">&bdquo;Deutschland &uuml;ber alles mit seinen m&auml;chtigen Trompetenst&ouml;&szlig;en kann doch kaum jemand h&ouml;ren, ohne einzustimmen; man l&auml;uft mit wie bei den marschierenden Soldaten, man schlie&szlig;t sich an, und unsichtbar marschiert der liederreiche H&uuml;ne mit dem Patriarchenbarte voran&hellip;.Seine Bluttaufe aber hat&nbsp;das Lied&nbsp;im November des Jahres 1914 erhalten, als der Kriegsbericht der deutschen Heeresleitung stolz verk&uuml;ndete: &bdquo;<a href="https://langemarck.net/lexikon/westlich-langemarck/" target="_self" title="Westlich Langemarck? &bdquo; Das Land ist so dicht besiedelt, da&szlig; man den Ort ohne weiteres genauer h&auml;tte bestimmen k&ouml;nnen. Was man zu berichten hatte, fand bei Bixschote statt, 5 km westlich von Langemarck gelegen. Aber Bixschote eignete sich wohl nicht zum Weitersagen. Man brauchte den Namen Langemarck, der wie Bismarck oder K&ouml;nigsmarck etwas Ehernes und Kerniges an sich hat, f&uuml;r die vaterl&auml;ndischen Feiern, die folgten, f&uuml;r die Studentenaufm&auml;rsche und Theaterst&uuml;cke.&nbsp; ( Karl Unruh S. 10)" class="encyclopedia">Westlich Langemarck</a> brachen junge Regimenter unter dem Gesange &bdquo;Deutschland, Deutschland &uuml;ber alles&ldquo; gegen die erste Linie der feindlichen stellungen vor und nahmen sie.&ldquo; Dabei haben sie &bdquo;Deutsche Frauen&ldquo; und &bdquo;Deutschen Wein&ldquo; durch &bdquo;Deutsche Sitte&ldquo; und &bdquo;Deutschen Mut&ldquo; ersetzt. ( Richard M. Meyer , 1916)</p>
<p align="justify">Weiter hei&szlig;t es in dem Machwerk: &bdquo;Als fast ein halbes Jahrhundert nach seinem Entstehen, im Juni 1890, auf Helgoland endlich die deutsche Flagge aufgezogen wurde, da wurde sie von der Festversammlung mit den brausenden Kl&auml;ngen &bdquo;Deutschland &uuml;ber Alles!&ldquo; begr&uuml;&szlig;t. Und wie oft ist es unter den alten Eichen des Sachsenwaldes angestimmt worden, wenn deutsche M&auml;nner und Frauen aus alles Gauen dem Altreichskanzler ihre Huldigung darbrachten ! Inzwischen ist es auch hoff&auml;hig geworden und vor dem Kaiser an manchem vaterl&auml;ndischen Ehrentage erklungen. "</p>
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